Out of Ideas
Hilflos....

Er wird sterben, das wussten wir alle. Keiner aber wusste wann... Vor einem Jahr noch war alles gut. Chemo, Bestrahlung, Pause...kein neuer Tumor, die bestehenden sind nicht größer geworden. Aber auch nicht kleiner! Die letzten Monate haben wir alle sehr wenig von ihm gehört, bis letzte Woche, als er mich anrief und um Fahrdienst bat. Er wolle sich ein Auto kaufen, er sei nicht mobil, seine Eltern gingen ihm so langsam auf den Keks....Ich wusste aus Telefonaten vorher schon, das es langsam aber stetig bergab ging mit ihm. Er erzählte viel...und mit viel Ironie... Als er dann zur Haustür rauskam kam das Gewitter...Er sieht schlecht aus, sehr schlecht....Ich mache mir Gedanken, zu viele? Da ist der Tod meiner Mutter vor zwei Jahren, der Tod meines Stiefopas an tückischer Leukämie, heute in zwei Wochen genau vor einem Jahr...Und die Frage, ob mein guter Arbeitskollege, der mir all das Wissen näher gebracht hat, überhaupt noch einmal Weihnachten erleben darf...Wie geht es ihm wirklich? Was sagen die Ärzte? Wie lange wird er noch haben? Was möchte er? Wie wünscht er sich, gehen wir, seine Umwelt, mit ihm und seiner Krankheit um? Ja, der Umgang mit Krebs und der Folge, dem Tod in die Augen zu sehen, beschäftigt mich momentan doch sehr. Es wäre wohl einfacher, wenn es ein Familienangehöriger gewesen wäre, wie Opa...Andererseits ist es sein Wunsch, dass ich ihn gerade jetzt ein Stück weit begleite. Wie soll oder besser gefragt wie würdet ihr mit der Situation umgehen, wenn der Arbeitskollege hoffnungslos an Krebs erkrankt ist?
13.7.11 00:19
 


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